Stadtteilmagazin für Osdorf und Umgebung
102 Mannschaften, rund 1.300 Besucher und Teilnehmer, mehr als 50 Ehrenamtliche und sogar ein Handball-Weltmeister als Gast: Der Born-Pokal der SG Osdorf/Lurup hat sich erneut als eines der größten Sportereignisse im Hamburger Westen präsentiert.
Wer am ersten Juni-Wochenende die Sportanlage am Kroonhorst besuchte, bekam schnell einen Eindruck davon, welche Kraft der Sport für einen Stadtteil entwickeln kann. Auf sechs Rasenfeldern wurde gleichzeitig gespielt, Kinder liefen mit Trikots über die Anlage, Eltern feuerten an, Schiedsrichter pfiffen ihre Begegnungen, und aus allen Ecken waren Jubel und Applaus zu hören. Mit insgesamt 102 Mannschaften verzeichnete der Born-Pokal die höchste Teilnehmerzahl seit zehn Jahren. Von den Minis bis zu den Erwachsenen waren alle Altersklassen vertreten. Insgesamt kamen geschätzt 1.300 Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Betreuer, Familienangehörige und Zuschauer nach Osdorf. Damit gehört das Turnier inzwischen zu den größten regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen im Osdorfer Born.
Dass ein solches Wochenende überhaupt möglich ist, liegt vor allem am Engagement vieler Ehrenamtlicher. Mehr als 50 Helferinnen und Helfer der Handballabteilung der Stammvereine SV Osdorfer Born und SV Lurup planten das Turnier über Monate hinweg. Spielfelder mussten vorbereitet, Spielpläne erstellt, Schiedsrichter organisiert, Verpflegung sichergestellt und zahlreiche weitere Aufgaben koordiniert werden.
Der Born-Pokal ist damit weit mehr als ein Sportturnier. Er ist ein Beispiel dafür, wie Vereine das gesellschaftliche Leben im Stadtteil gestalten und Menschen unterschiedlichster Herkunft und Generationen zusammenbringen. Für viele (Handball-)Familien aus Osdorf, Lurup und Hamburgs gehört das Turnier fest zum Frühsommer.
Weltmeister auf Stippvisite im Born
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte in diesem Jahr ein prominenter Besucher. Mit Handball-Weltmeister und Champions-League-Sieger Pascal „Pommes“ Hens schaute einer der bekanntesten deutschen Handballer am Kroonhorst vorbei.
Zunächst blieb der ehemalige Nationalspieler beinahe unbemerkt. Mit Cap und Sonnenbrille „getarnt“ mischte er sich mit Hund und Bollerwagen unter die Besucher und beobachtete das Geschehen auf der Anlage. Lange dauerte die Tarnung allerdings nicht. Schnell wurde der Weltmeister von 2007 und TV-Experte erkannt.
Hens zeigte sich angetan von der Atmosphäre und dem Engagement rund um das Turnier: Ein auf Instagram veröffentlichtes Reel gab seinen vielen Followern einen kleinen Eindruck vom bunten Treiben am Kroonhorst. Natürlich durfte auch ein gemeinsames Foto mit dem Organisationsteam der SG Osdorf/Lurup nicht fehlen – eine besondere Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen hinter den Kulissen.
Sportlich erfolgreich auf heimischem Rasen
Auch sportlich konnten die Gastgeber Akzente setzen. Die größten Erfolge feierten die männliche B-Jugend und die „Fun Ladies“, eine Mannschaft ehemaliger Spielerinnen aus Osdorf und Lurup. Beide Teams erreichten jeweils den zweiten Platz und sorgten damit für Jubel bei den heimischen Zuschauern.
Besonders bemerkenswert war der Erfolg der männlichen B-Jugend. Die Mannschaft tritt erst seit dieser Saison in der neuen Altersklasse an und musste sich zunächst an die körperlichen und spielerischen Anforderungen gewöhnen. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung im Verlauf des Turniers sicherte sich das Team dennoch den Vize-Pokal.
Bei den Frauen überzeugten die Fun Ladies mit großem Teamgeist und starken Leistungen gegen mehrere höher eingeschätzte Gegner. Am Ende wurden sie verdient Zweite hinter der SG Altona.
Auch die weiteren Jugendmannschaften sammelten wichtige Erfahrungen. Die E-, D- und C-Jugend traten erstmals in ihren neuen Altersklassen an und zeigten viel Einsatz und Entwicklungspotenzial. Bei den Minis stand ohnehin vor allem der Spaß am Handball im Vordergrund – hier wurden alle Teams als Turniersieger gefeiert.
Insgesamt wurden beim Born-Pokal 286 Spiele ausgetragen und rund 3.300 Tore erzielt. Auch dieses Jahr nahmen zwei Vereine einen besonders weiten Weg auf sich: eine Jugendmannschaft der JSG Söhre Himmelsthür (Hildesheim) und eine Herrenmannschaft aus Krefeld (TV DJK Oppum).
Ein Gewinn für den gesamten Stadtteil
Der Born-Pokal zeigt Jahr für Jahr, welchen Beitrag Vereine wie die SG Osdorf/Lurup für das Miteinander im Stadtteil leisten. Mit dem Turnier schafft die SG Osdorf/Lurup nicht nur ein sportliches Angebot, sondern auch eine Gelegenheit für Begegnungen zwischen Familien, Nachbarn, ehemaligen Spielern und anderen Sportvereinen. Die Sportanlage voller Kinder, das Wiedersehen alter Gesichter und die Stimmung motivieren wiederum die vielen Mitwirkenden zu ihrem ehrenamtlichen Engagement.
Turnierleiter Jörg Müller zog deshalb ein rundum positives Fazit: „Der Born-Pokal war wieder ein voller Erfolg für den Handball. Die Jugendturniere waren voll, es herrschte ein buntes Treiben auf der ganzen Sportanlage und eine tolle Atmosphäre. Alleine dafür hat sich die ganze Mühe gelohnt!“
Die Rekordbeteiligung, die vielen ehrenamtlichen Helfer und die große Resonanz zeigen eindrucksvoll, welche Strahlkraft der Born-Pokal weit über Osdorf und Lurup hinaus entwickelt hat. Gleichzeitig bleibt er fest im Stadtteil verwurzelt – als Sportfest, Nachbarschaftstreff und Aushängeschild für das Engagement vor Ort.